Stoßwellentherapie

Die Möglichkeit der Stoßwellentherapie in der Orthopädie hat sich aus der Methode der Urologie entwickelt, Nierensteine durch Anwendung von Stoßwellen zu zerstören. Es werden Schalldruckwellen erzeugt, die im Therapiegebiet gebündelt (fokussiert) werden und dort zum Beispiel durch rhythmische Anwendung zur Zerstörung einer Verkalkung führen. Die Oberfläche dieser Verkalkung wird durch die Stoßwellenbehandlung derart verändert, dass sie vom Körper aufgenommen und abtransportiert werden kann. 
Stoßwellen werden durch eine elektrische Funkenentladung unter Wasser erzeugt und mittels einer Halbelipsoiden in das Therapiegebiet fokussiert.
Die Stoßwellenbehandlung ist eine besonders schonende Behandlungsmethode, da sie die Körperstrukturen, die im Fokus der Stoßwelle liegen, erfasst, umliegendes Gewebe aber schont.
Die Stoßwellen sollen in behandeltem Gewebe eine Ausschüttung von Botenstoffen bewirken, die sowohl Reparaturprozesse sowie eine bessere Durchblutung einleiten.
In der Regel sind abhängig vom Schweregrad der Erkrankung 3- 4 Behandlungen notwendig.

Indikationen

• schmerzhafte Verkalkung der Schulter (Tendinosis calcarea)
• Fersensporn (Plantarfasciitis)
• Tennis- oder Golferellenbogen
• Patellaspitzensyndrom
• Achillessehnenreizungen
• Trochanter-Schmerzsyndrom (Bursitis trochanterica)
• nicht verheilende Knochenbrüche (Pseudarthrose)